Früherkennung


Die Muskelleistungsdiagnose überprüft die maximale Leistungsfähigkeit des Nerv-Muskelsystems. Nur unter Maximalbelastung kann eine Früherkennung erfolgen. Bevor medizinisch diagnostizierbare Reizungen oder Vorschädigungen auftreten, kommt es zu einer Reduktion der neuromusklären Aktivierungsfähigkeit, ein kritischer muskulärer Zustand baut sich auf oder es sind beginnende koordinative Ausweichmuster feststellbar. Dies sind erste Anzeichen einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit. Erfolgt in diesem Zeitpunkt keine entsprechende Reaktion in Form von therapeutischen Begleitmaßnahmen oder Belastungsreduktionen dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung kontinuierlich.

Früherkennung

Die Früherkennung von Verletzungen anhand der MLD ist mit einem Motorentest am Prüfstand vergleichbar. Bei maximaler Auslastung des Motors und geeigneten Diagnoseverfahren können schon erste Verschleißanzeichen erkannt werden, die sonst erst nach längerem Gebrauch zu Schädigungen führen würden. Erst diese Schädigungen wären auch in Ruhe (bei Motorstillstand) erkennbar. Genauso gehen den meisten körperlichen Verletzungen (Gewebeschäden) funktionelle Abweichungen oder Überlastungen voraus.
Früherkennung bedeutet gleichzeitig auch, dass Fehlentwicklungen mit geringem Aufwand abgefangen werden können.


Fehlbelastungsanalyse


Fehlbelastungsanalyse

Die Messung der plantaren Kraftverteilung während maximalen dynamischen Aktionen liefert eine präzise Auflösung von lateralen Abweichungen. Muskuläre Überlastungen, Beeinträchtigungen des passiven Bewegungsapparates oder beginnende Entzündungen führen zu Ausweich-/Kompensationsmustern. Die bevorzugte Seite wird übermäßig belastet. Erste Anzeichen treten meist in exzentrischen Bewegungsphasen oder bei maximaler Beschleunigung auf. Erst bei stärkeren Beeinträchtigungen sind Abweichungen auch in langsameren Bewegungsphasen erkennbar. Damit ist die dynamische Kraftverteilungsmessung in der Lage, schon die beginnende Entwicklung einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit zu diagnostizieren.


Fitnessfaktor


Fitnessfaktor

Der Fitnessfaktor drückt die gesamte körperliche Belastbarkeit in einer Prozentzahl aus. Im Bereich über 85% ist eine volle Belastbarkeit gegeben, zwischen 70% und 85% eine eingeschränkte und unter 70% ist der Zustand kritisch. Das heißt, die körperlichen Regenerationsmechanismen sind nicht mehr in der Lage weitere Belastungen auszugleichen, um den Zustand zu stabilisieren. Bei weiterer Belastung erfolgt eine immer stärkere Ermüdung, mit welcher gleichzeitig die Anfälligkeit für Krankheiten oder Verletzungen ansteigt.
Ein eingeschränkter Fitnessfaktor bedeutet aber noch nicht unmittelbar, dass keine hohe sportliche Leistung erbracht werden kann. Genau darin liegt auch eine große Gefahr. Ein Athlet kann auch bei eingeschränkter Belastbarkeit durchaus noch erfolgreich sein. Erst wenn der eingeschränkte Zustand länger anhält, nivelliert sich auch die sportliche Leistungsfähigkeit nach unten. Dann ist aber die Verletzungsgefahr schon deutlich erhöht und je länger ein eingeschränkter Belastungszustand anhält, desto länger wird auch die notwendige Regenerationsphase, um wieder in ein biologisches Gleichgewicht zu kommen.

Deshalb ist der Fitnessfaktor in Kombination mit der Fehlbelastungsanalyse ein höchst effizientes Früherkennungssystem, das ein rechtzeitiges Reagieren und ein Verhindern von Verletzungen und Leistungseinbrüchen ermöglicht. Je früher eine Fehlentwicklung erkannt wird, desto geringer der Aufwand zur Korrektur.

Ursachendiagnostik


Mit der Integration des „MLD-Professors“ in MLD 6 ist es erstmalig gelungen, künstliche Intelligenz in einem Leistungsdiagnosesystem zu implementieren. Somit kann nicht nur auf eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit hingewiesen werden sondern es werden auch noch deren möglichen Ursachen aufgezeigt.

Der MLD-Professor analysiert auf einer Datenbasis von mehr als 100.000 Messungen im Detail neuromuskuläre Entwicklungen und den gesamten Belastungsrhythmus und weist auf mögliche Konsequenzen hin. 

Ursachendiagnostik